Preisträger 2014
Kerstin Brätsch hat vom Hochsauerlandkreis den August-Macke-Preis 2014 erhalten.

Wir zeichnen diejenigen aus, die die Zukunft in sich tragen“.
Mit diesen Worten beschrieb 2005 der Gründungsdirektor des Museums für moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main und mehrmaliges Mitglied der Jury des August-Macke-Preises, Jean Christophe Ammann, die Ausrichtung des Preises, der nach dem in jungen Jahren verstorbenen Künstler benannt ist.

Kerstin Brätsch hat vom Hochsauerlandkreis den August-Macke-Preis 2014 erhalten

Obgleich er nur 27 Jahre alt geworden ist , als er in den ersten Kriegswochen des 1. Weltkriegs fiel, gehört sein Werk zu den Klassikern der modernen Kunst. Im Gedenken an August Macke wird der Preis alle drei Jahre an herausragende jüngere Künstler vergeben. Seit 2008 wird er vom Hochsauerlandkreis ausgelobt, davor vergab ihn die Stadt Meschede als die Geburtsstadt Mackes.

Die Preisträgerin 2014 ist die in New York und Berlin lebende Künstlerin Kerstin Brätsch. Am Samstag, den 21. Juni, wurde ihr der mit 20.000 € dotierte Kulturpreis feierlich in Meschede überreicht. Kerstin Brätsch erweitert, 100 Jahre nach Macke, die Grenzen der Malerei erneut und trägt insofern die Zukunft in sich. Sie schafft ihre Kunst inmitten der globalen Kultur, die wesentlich durch die elektronischen Medien bestimmt wird und in der der Markt auch die Kunst verändert hat. So arbeitet sie experimentell mit neuen Werkstoffen für die Malerei, nutzt z.B. transparente Folien als Bildträger anstelle der traditionellen Leinwand. Auch die Präsentation ihrer Bildwerke geschieht auf neuen Wegen: mitunter hängen die bemalten und bedruckten Kunststoffbahnen mitten im Raum oder werden zum Teil einer Installation, die Plastik und Malerei verbindet. Die Motive wirken oft abstrakt und zeigen Variationen von Strukturen und Mustern, die ebenso aus der Natur gewonnen werden können wie aus Graphikprogrammen am Computer. Kerstin Brätschs Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie auch unter den starken Einflüssen der massenhaften Verbreitung der elektronischen Bildmedien sowie des expandierenden Kunstmarktes eine originale künstlerische Position erarbeitet werden kann, die von der Konsequenz der Künstlerpersönlichkeit getragen ist.