August Macke
Lebenslauf

1887

Am 3. Januar in Meschede im Sauerland geboren. Sein Vater, eine künstlerisch veranlagte Natur, war Tiefbauingenieur und Bauunternehmer
(gest. 1904).

1896-1904

Schuljahre in Köln und Bonn, bis zur Unterprima 1904

1904-1906

Düsseldorf: Kunstakademie und Abendklasse der Kunstgewerbeschule, deren Vielseitigkeit ihn mehr befriedigte (Lehrer F. H. Ehcncke). Entscheidende Anregungen in dem Kreis um Louise Dumont, Schauspielerin und Leiterin des Schauspielhauses, für das er Bühnendekorationen und Kostüme entwarf.

1905

Erste Italienreise mit Walther und Elisabeth Gerhardt.

1906

Mit den Dichtern Willy Schmidtbonn und Herbert Eulenberg und dem Bildhauer Claus Cito Rheinreise nach Holland, Belgien. Anschließend kurzer Aufenthalt in London.

1907

Frühjahr bei seiner Schwester in Kandern. Im Juni, von Bernhard Koehler finanziell unterstützt, in Paris.

1907-1908

Ein halbes Jahr in Berlin, Freundschaft mit Bernhard Koehler. Oktober - Januar Schüler von Lovis Corinth.

1908

April, zweite Reise nach Italien mit der Familie Gerhardt. Juli zweite Reise nach Paris mit Bernhard Koehler.

1908-1909

Seit Oktober einjähriger Militärdienst.

1909

am 5. Oktober Heirat mit Elisabeth Gerhardt. Reise nach Frankfurt, Colmar, Basel, Bern. Besuch bei Louis Moilliet. Anschließend zu dritt nach Paris, dort Bekanntschaft mit Carl Hofer.

1909-1910

Tegernsee. Geburt des 1. Sohnes Walter. Gemeinsame Arbeit mit seinem Vetter Helmut Macke; Besuche von Bernhard Koehler und dessen Sohn — Wohnung im Staudacher-Haus. — Freundschaft mit Franz Marc, von dem er Arbeiten in der Kunsthandlung Brakl in München gesehen hatte. Erster, nicht verwirklichter Plan zu einer gemeinsamen Ausstellung mit Gleichgesinnten bei Brakl. — Matisse-Ausstellung in München. Besuche bei Franz Marc in Sindeisdorf.

1911

Bonn. (Atelier in der Bornheimerstraße). Bekanntschaft mit dem Kunsthistoriker Dr. Walter Cohen, dem Schriftsteller E. A. Greeven, Dr. Alfred Soennecken und der Familie Worringer in Köln. Berührung mit der Neuen Künstlervereinigung in München (Kandinsky, Jawlensky etc.). Ständige Korrespondenz mit Franz Marc, auch über Farbtheorie und die Beziehungen zwischen Malerei und Musik. Im Oktober in Sindeisdorf bei Marc; Zusammenarbeit mit Kandinsky und Marc am Almanach »Der Blaue Reiter«. Nimmt mit 3 Bildern an der 1. Ausstellung der Redaktion des »Blauen Reiters« in der Galerie Thannhauser, München, teil. Sieht diese Ausstellung erst in Köln, im Januar 1912.

1912

Ausstellungen in Moskau, in der Kölner Sezession im Kunstgewerbemuseum, Kollektivausstellung in der Galerie Thannhauser, München, im Kunstverein Jena, in Köln, Dresden. Internationale Sonderbundausstellung in Köln. Ausstellung der italienischen Futuristen in Köln. Reise nach Paris mit Franz Marc, Bekanntschaft mit Delaunay und Apollinaire.

1913

Delaunay-Ausstellung in Köln. Besuch von Delaunay und Apollinaire bei Macke in Bonn. Organisation der Ausstellung »Rheinische Expressionisten« in Bonn. Zur Vorbereitung und Teilnahme an der Ausstellung »Erster deutscher Herbstsalon im Sturm«; Reise nach Berlin, Reise nach Hamburg.

1913-1914

November: Übersiedlung mit seiner Familie nach Hilterfingen am Thuner See. Verkehr mit Louis Moilliet. Reise in die Westschweiz. Besuche von Paul Klee und Bernhard Koehler. April: Reise nach Tunis mit Paul Klee und Louis Moilliet. Im Sommer in Bonn und Kandern.

1914

Mit Kriegsbeginn am 3. August eingezogen. Verleihung des Eisernen Kreuzes am 20. September.
Gefallen am 26. September bei Perthes-les-Hurlus in der Champagne.